Tscheljabinsk2015

Die dritte Sportsmanagement Summer School fand vom 17.08.2015 bis 30.08.2015 statt. Das Projekt der internationalen Sommerschule wurde vom Lehrstuhl für Sportökonomie und Gesundheitsökonomie der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Universität für Körperkultur des Uralgebiets organisiert durchgeführt. Die Sommerschule fand an der geografischen Grenze zwischen Europa und Asien, im russischen Tscheljabinsk statt. An dem zweiwöchigen Bildungsprojekt nahmen insgesamt 30 Teilnehmer und 10 Dozenten aus Russland, Kasachstan und Deutschland teil. Im Rahmen der Sommerschule wurden Kenntnisse zu Grundlagen, speziellen Themengebieten und Trends der Sportökonomie und des Sportmanagements vermittelt

Der Nutzen des Bildungsprojekts ist sehr vielfältig. Zum einen konnte jeder Teilnehmer im Laufe der gemeinsam verbrachten zwei Wochen nicht nur neue Kenntnisse, sondern auch beruflich nützliche Kontakte, gute Bekannte, sowie eine Fülle an positiven Eindrücken gewinnen. Außerdem hat die Sommerschule eine besondere gesellschaftliche Bedeutung, wie Lev Esipovich, der Projektkoordinator seitens der FSU Jena betont: "Angesichts der bis jetzt andauernden, internationalen politischen Krise rund um Russland trägt die Sommerschule zur Fortführung des zivilgesellschaftlichen Dialogs im Bereich der Bildung und Wissenschaft zwischen Russland und Deutschland bei."

Sport Management Summer School 2015

Konzept der Sommerschule verzahnt Theorie und Praxis

Die von der FSU Jena initiierten internationalen Sommerschulen im Bereich Sportmanagement sind für Russland bisweilen einmalig. Aus diesem Grund war das Interesse seitens der potentiellen Teilnehmer entsprechend hoch, worauf eine sehr hohe Zahl der Bewerber sowie ihre Geografie hindeuten. So kamen die Teilnehmer der Sommerschule nicht nur aus vielen russischen Städten (Kazan, Sotschi, Sankt Petersburg, Tscheljabinsk usw.), sondern zu einem Drittel auch aus Kasachstan.

Im Rahmen der Sommerschule haben die Zuhörer unter der Leitung eines internationalen Dozententeams umfangreiche Kenntnisse im Bereich des Sportmanagements, Sportmarketings und der Sportökonomie erhalten. Mit diesen drei Schwerpunkten wurden Themen behandelt, die zum einen Grundlagewissen vermitteln und sich zum anderen durch einen hohen Aktualitätsgrad in der Wissenschaft sowie Praxis auszeichnen Ergänzend zu den theoretischen Inhalten wurden zahlreiche praxisbezogene Seminare und Exkursionen zu den bedeutendsten Sportobjekten am Ural durchgeführt. Beispielsweise beschäftigte sich die Delegation der Sommerschule mit speziellen Management-Fragestellungen im Rahmen der Führungen in der Eissportarena "Traktor", im Pferdesportzentrum "Rifej", im Olympischen Judostützpunkt und in der Sportschule der olympischen Reserve Taekwondo "Koreo".

Sportmanagement Exkursioninteresting discussions about sport management

Führende internationale Dozenten als Erfolgsgarant

Den Lehrprozess im Rahmen der Sommerschule leiteten führende Dozenten aus Deutschland und Russland. Das gesamte Dozententeam zeichnet sich durch eine umfassende, u.a. internationale Lehr-, Forschungs- und Publikationserfahrung aus. Von der deutschen Seite waren folgende Dozenten in Tscheljabinsk dabei: Prof. Dr. Frank Daumann (Professor für Sportökonomie und Gesundheitsökonomie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und wissenschaftlicher Leiter des MBA-Studiengangs Sportmanagement), Prof. Markus Breuer (Professor für Sportmanagement an der SRH Hochschule in Heidelberg) und Prof. Dr. Peter Thuy (Professor für Dienstleistungsmanagement und Volkswirtschaftslehre an der Internationalen Hochschule Bad Honnef). Einige Unterrichteinheiten übernahmen außerdem russische Referenten. So wurden drei Veranstaltungen von den Dozenten der Staatlichen Universität für Körperkultur des Uralgebiets, Efim Zhidelev und Maksim Karpov durchgeführt. Weiterhin gab es bei der Sommerschule drei spezielle praxisbezogene Vorträge von hochkarätigen russischen Sportmanagern: Kristina Putilova, Olga Schreiber (beide HK Traktor) und Elena Kolossova (2015 WTF World Taekwondo Championships). Außerdem stellte Kora Maurer, Lektor des DAAD am Ural, in einer separaten Veranstaltung den Bildungs- und Forschungsstandort Deutschland sowie die Tätigkeit und Stipendienprogramme des DAAD vor.

Elena Kolossova - organisation comittee WTF World Taekwondo Championships 2015Prof. Dr. Frank Daumann

Sport, Tourismus und Erholung

Für die Teilnehmer der Sommerschule wurde auch ein spannendes kulturelles Begleitprogramm geboten. So wurden eine Führung zu den Orten der deutschen Geschichte in Tscheljabinsk, ein Besuch des Deutschen Kulturzentrums am Ural und eine Wanderung im Nationalpark "Zuratkul" durchgeführt. Außerdem waren Zuhörer und Dozenten der Sommerschule im Museum des Schlittschuhlaufens, im Museum des olympischen Ruhmes, der Staatlichen Universität für Körperkultur am Ural, sowie im regionalen Heimatmuseum, in dem man den berühmten Tscheljabinsker Meteoriten sehen konnte. Darüber hinaus sind sie beim Besuch einiger Sportobjekte auch dazugekommen, das Curling kennen zu lernen und auf den Pferden zu reiten. Die besonderen Ereignisse waren außerdem das Kennenlernen der ethno-nationalen Sportarten am Ural und der Besuch des Eröffnungsspiels der Kontinentalen Eishockeyliga, das in einer der modernsten Sportarenen Russlands namens "Uralskaja Molnia" (Dt.: "Urals Blitz") stattfand.

Sport Management Excursion - Icehockey Arena TscheljabinskActivity - playing curling

Hohes Interesse seitens der Öffentlichkeit

Auch in der Öffentlichkeit sorgte das Projekt erfreulicherweise für eine hohe Aufmerksamkeit. Dazu trugen mehrere ausführliche Berichte und Interviews mit den Dozenten sowie Organisatoren in der russischen Fachpresse bei. Außerdem begann die Sommerschule mit einer persönlichen Begrüßung des russischen Ministers für Jugend, Sport und Tourismus, Vitaly Mutko. In der Begrüßung wies der Sportminister auf die hohe Bedeutung solcher internationaler Bildungsprojekte für Russland hin: "Die Durchführung der gegebenen Veranstaltung ist ein wichtiges Instrument für die Anwerbung ausländischer Investitionen ins Humankapital, für die Bildung professioneller Strukturen und für die Entfaltung des schöpferischen Potentials der jungen Generation Russlands".

Activity - hiking in the russian national park ZuratkulOlga Kolomietz (Prorektorin, UralGUFK), Frank Daumann (FSU Jena), Evgeny Orekhov (Rektor, UralGUFK), Peter Thuy (Hochschule Bad Honnef)


Das Projekt wurde vom Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

Deutscher Akademischer Austauschdienst