Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommerschule in Tscheljabinsk

Impressionen

Auf dieser Seite finden Sie spannennde Einblicke in die vergangenen Sommerschulen seit 2013.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommerschule in Tscheljabinsk
Foto: Staatliche Akademie für Körperkultur, Sport und Tourismus des Wolgagebiets
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommerschule in Moskau (2013) Foto: Finanzuniversität Moskau

DAAD Sommerschule
in Moskau (Russland): 2013

Vom 19. August bis 01. September 2013 fand in der russischen Hauptstadt die erste internationale Sportmanagement-Sommerschule statt. Diese vom DAAD geförderte Veranstaltung wurde vom Lehrstuhl für Sportmanagement und Gesundheitsökonomie (Universität Jena) in Kooperation mit der Finanzuniversität der Regierung der Russischen Föderation (Moskau) organisiert.

Zwei Wochen Sommerschule wurden zum unvergesslichen Ereignis sowohl für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer als auch für die Dozenten. Insgesamt nahmen 22 Studierende der betriebs- bzw. volkswissenschaftlichen Studiengänge und Graduierte aus Russland, der Ukraine, Kasachstan und Vietnam daran teil. Sie erhielten praxisnahe Einblicke in aktuelle und zukunftsrelevante Entwicklungen im Bereich des Sportmanagements, Sportmarketings und der Sportökonomie.

Das Programm der Sommerschule setzte sich aus mehreren inhaltlich aufeinander abgestimmten Bestandteilen zusammen:

  • Zum einen wurden Lehrveranstaltungen angeboten, die aus theoretischen Vorträgen und aus praktischen Übungen bestanden. Diese Vorlesungen und praktischen Seminare wurden von einem internationalen Dozententeam, bestehend aus führenden Wissenschaftlern aus unterschiedlichen deutschen und russischen Hochschulen, durchgeführt.
  • Ergänzend hinzu gab es spannende Vorträge aus der aktuellen Praxis des russischen Sportmanagements. Zu den Highlights zählen beispielsweise Vorträge namhafter Experten wie Alexander Dzhordzhadze (Leiter des Organisationskomitee FIFA World Cup-2018), Anatoliy Vorobiev (Generalsekretär des Russischen Fußballverbands RFS) und Valentin Balakhnichev (Präsident des russischen Leichtathletikverbands).
  • Neben den theoretischen Inhalten und praktischen Übungen fanden im Rahmen der Sommerschule auch zahlreiche Besuche der Sportorganisationen und Sportunternehmen in Moskau und im Moskauer Gebiet statt (z.B. Nationales Olympisches Komitee Russlands, FC Lokomotive Moskau, Arena Khimki, Olympiastadion Luschniki u.a.).
  • Darüber hinaus wurde für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommerschule ein kulturelles Programm mit dem Schwerpunkt „Deutschland“ geboten. Die Höhepunkte dieses Programms waren die Exkursion zur deutschen Botschaft und der Besuch der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer.

Die Sommerschule in Moskau wurde zur erfolgreichen Fortführung der bereits fruchtbaren Beziehungen zwischen der Finanzuniversität Moskau und Universität Jena. „Das Projekt trägt sehr viel zur Förderung bzw. dem Ausbau der internationalen Zusammenarbeit im Bereich der Hochschulbildung bei. Durch die Vernetzung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Russland und Deutschland wurde ein einmaliges Know-how gesammelt, das wir bereit sind, auch in künftigen Bildungsprojekten dieser Art anzubieten“ - so der Projektkoordinator Lev Esipovich von der Universität Jena.

Das Interesse an der Sommerschule seitens der Öffentlichkeit, besonders in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, war sehr groß. Dies äußerte sich zum einen in Anfragen von vielen Hochschulen und zum anderen in der Aufmerksamkeit seitens der russischen Fachpresse zum Projekt. „Ich denke, es ist uns sehr gut gelungen, nicht nur ein innovatives Bildungsprojekt durchzuführen, sondern auch die Friedrich-Schiller-Universität als Studien- und Forschungsort vor allem im russischen Sprachraum gebührend zu präsentieren. Ich hoffe, dass durch das Projekt auch kompetente internationale Graduierte für Master- oder Promotionsprogramme der Universität Jena, aber auch anderer deutschen Hochschulen gewonnen werden können“ kommentiert der Leiter des Projekts, Prof. Dr. Frank Daumann, die Ergebnisse.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommerschule in der Allianz Arena Foto: Sciamus GmbH

Sommerschulen in Jena:
2014 & 2015

Im Mai 2014 und 2015 nahmen insgesamt 14 Studierende der Niagara Universität in Lewinston (New York, USA) in Begleitung von Dr. Rachel Madsen an der Jenaer Summer School teil. Dabei erhielten sie einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Bereiche des Sportmanagement in Deutschland. Nach mehreren Tagen in Jena, an denen die Studierenden theoretische Lehrveranstaltungen besuchten, ein Fußballspiel miterlebten und lokale Sehenswürdigkeiten besichtigten, fuhren sie weiter nach Berlin und Frankfurt in 2014 bzw. nach Nürnberg, München und Frankfurt (in 2015), wo weitere sportliche, kulturelle und historische Stätten besichtigt wurden.

Highlights der Sommerschulen:

  • Olympiastadion Berlin: Einen Blick hinter die Kulissen eröffnete eine Tour durch das historische Gebäude, in dem das Finale der FIFA Weltmeisterschaft 2006 stattfand. Zudem wurden die verschiedenen Sportstätten des Komplexes besichtigt.
  • Commerzbank-Arena Frankfurt: Nach einem Vortrag zum Stadionmanagement wurde das gesamte Stadion besichtigt. Hier finden nicht nur Fußballspiele, sondern auch American Football Partien, Konzerte und Kongresse statt.
  • Deutscher Olympischer Sportbund: Um das deutsche Sportsystem zu verstehen, muss man einen Einblick in die deutsche Sportpolitik bekommen. Die Regierung fördert neben dem Profisport auch den Breitensport in der gesamten Bevölkerung, weil sie die soziale und integrative Funktion des Sportes hoch einschätzt. Bei DOSB bestand für die Studenten die Möglichkeit, Einblicke in diesen Aspekt des deutschen Sportsystems zu bekommen.
  • Vortrag zur Personalentwicklung bei Adidas: Die Studierenden aus den USA bekamen einen Einblick in die Personalentwicklungsstrategien eines der erfolgreichsten Sportbekleidungsproduzenten. Während der Pause konnten sie sich mit MBA Sportmanagement-Studierenden aus Jena austauschen.
  • FC Carl Zeiss Jena vs. Rot Weiß Erfurt: Während des Thüringen Derbys erlebten die Studenten die einmalige Stadionstimmung und wurden selbst Fans des FCC.
  • Besuch in der Geschäftsstelle der "Füchse Berlin": Der wohl bekannteste Handballclub Berlins ist in den letzten Jahren sehr gewachsen. Andre Tzschaschel berichtete über die Schwierigkeiten eines kleinen Vereins beim Aufstieg und erläuterte das Team Management und die Trainerphilosophie.

  • Eine Deutschstunde, um ein besseres Gefühl für die deutsche Sprache und Kultur zu bekommen.

  • Ein Treffen mit Vertretern des USV Jena (Universitätssportverein): Die Studierenden konnten mehr über die Unterschiede zwischen den Hochschulsportsystemen Deutschlands und der Vereinigten Staaten sowie die Unterstützung beliebter Sportarten in beiden Ländern lernen.

  • Der Besuch von Europas größtem Landschaftslauf in Schmiedefeld - dem Rennsteiglauf: Nach einem kurzen Gespräch mit den Veranstaltern erkundete die Gruppe einige Abschnitte der Laufstrecke, wie zum Beispiel den Start- und Zielbereich sowie den Versorgungsbereich.

  • Olympiastadion in München: Die Studierenden konnten dieses weltweit bekannte Multifunktionsstadion im Olympiapark in der bayerischen Landeshauptstadt besichtigen, das für die Olympischen Spiele 1972 gebaut wurde.

  • Allianz-Arena München: In den "heiligen Hallen" des FC Bayern München konnten die Studenten das Klubmuseum des Vereins sowie das Fußballfeld und den Medienraum erkunden.

Das Kulturprogramm beinhaltete zudem eine Fahrradtour und Wanderung durch Jena, eine Stadttour durch Erfurt und die Nürnberger Altstadt, die Besichtigung der Kaiserburg und des Reichsparteitagsgeländes der NSDAP in Nürnberg, Segway-Tour durch Nürnberg, ein Abendessen in einer echten Bierbrauerei, die Erkundung des Olympischen Parks, Olympiaturms und Marienplatzes in München sowie des Römerbergs und der Paulskirche in Frankfurt (Main), Besuch von Schloss Sanssouci, eine Fahrradtour durch Berlin, Besichtigungen der Berliener Mauer, von Checkpint Charlie, des Holocaust Denkmals in Berlin, des Deutschen Bundestages, des Brandenburger Tors sowie des Pergamon Museums.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommerschule in Tscheljabinsk Foto: Staatliche Akademie für Körperkultur, Sport und Tourismus des Wolgagebiets

DAAD Sommerschulen in Tscheljabinsk (Russland):
2015, 2016 & 2017

Der Lehrstuhl für Sportökonomie und Gesundheitsökonomie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat in 2015, 2016 und 2017 das Projekt der internationalen Sommerschule in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Universität für Körperkultur des Uralgebiets realisiert. Die drei Sommerschulen fanden an der geografischen Grenze zwischen Europa und Asien, im russischen Tscheljabinsk statt. Das Projekt wurde aus den Mitteln des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) gefördert. An dem zweiwöchigen Bildungsprojekt nahmen insgesamt 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Russland, Kasachstan und der Ukraine teil.

Im Rahmen der Sommerschulen in Tscheljabinsk haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter der Leitung eines internationalen Dozententeams umfangreiche Kenntnisse im Bereich des Sportmanagements, Sportmarketings und der Sportökonomie erhalten. Im Rahmen dieser drei Schwerpunkte wurden Themen behandelt, die zum einen Grundlagewissen vermitteln und sich zum anderen durch einen hohen Aktualitätsgrad in der Wissenschaft sowie Praxis auszeichnen. Ergänzend zu den theoretischen Inhalten wurden zahlreiche Exkursionen zu den bedeutendsten Sportobjekten am Ural durchgeführt. Beispielsweise beschäftigte sich die Delegation der Sommerschulen mit speziellen Management-Fragestellungen im Rahmen der Führungen in der Eissportarena "Traktor", im Pferdesportzentrum „Rifej“, im Olympischen Judostützpunkt und in der Sportschule der olympischen Reserve Taekwondo „Koreo“.

Den Lehrprozess  leiteten führende Dozentinnen und Dozenten aus Deutschland und Russland. Von der deutschen Seite waren folgende Dozenten in Tscheljabinsk dabei: Prof. Dr. Frank Daumann (Universität Jena), Prof. Markus Breuer (SRH Hochschule in Heidelberg), Prof. Dr. Peter Thuy (Internationale Hochschule Bad Honnef) und Prof. Dr. Christoph Rasche (Universität Potsdam). Einige Unterrichteinheiten übernahmen außerdem russische Referentinnen und Referenten. So waren zwei Dozenten der Staatlichen Universität für Körperkultur des Uralgebiets, Efim Zhidelev und Maksim Karpov, beteiligt. Weiterhin gab es spezielle praxisbezogene Vorträge von russischen Sportmanagerinnen: Kristina Putilova, Olga Schreiber (beide HK Traktor) und Elena Kolossova (2015 WTF World Taekwondo Championships). Außerdem stellte Kora Maurer, Lektor des DAAD am Ural, in einer separaten Veranstaltung den Bildungs- und Forschungsstandort Deutschland sowie die Tätigkeit und Stipendienprogramme des DAAD vor.

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommerschulen wurde zudem ein spannendes kulturelles Begleitprogramm geboten. So wurden mehrere Führungen zu den Orten der deutschen Geschichte in Tscheljabinsk durchgeführt. Außerdem stand Besuch mehrerer Museen auf dem Programm: Museum des Schlittschuhlaufens, Museum des olympischen Ruhmes sowie das Heimatmuseum, in dem der berühmte Tscheljabinsker Meteorit ausgestellt ist. Darüber hinaus sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Besuch einiger Sportobjekte auch dazugekommen, das Curling kennen zu lernen und auf den Pferden zu reiten. Die besonderen Ereignisse waren außerdem das Kennenlernen der ethno-nationalen Sportarten am Ural und der Besuch des Eröffnungsspiels der Kontinentalen Eishockeyliga, das in Tscheljabinsk in einer der modernsten Sportarenen Russlands stattfand.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommerschule in Kasan Foto: Staatliche Akademie für Körperkultur, Sport und Tourismus des Wolgagebiets

DAAD Sommerschulen in
Kasan (Russland): 2018 & 2019

Sportmanagement-Sommerschulen in Kasan: Sportökonomie, Sportarenen und... Backkunst

In Kazan (Russland), da, wo die WM 2018 für die deutsche Nationalmannschaft unerwartet zu Ende ging, wurde das Projekt der Sommerschule "Sport Economics & Management" der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Kooperation mit der Sportakademie des Wolgagebiets in Kasan (Russland) in 2018 und 2019 realisiert. Im Rahmen des zweiwöchigen Kurses wurde ein innovatives und bereits mehrmals international erprobtes Lehrkonzept verwendet, das gezielt eine Brücke zwischen Theorie und Praxis schlägt und auf diese Weise den Zugang zu aktuellen Managementstandards im Sport gewährleistet. Wie bei den anderen Sommerschulen in Russland wurden auch die Sommerschulen in Kasan von unserem langjährgen Partner, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. Insgesamt nahmen 60 Studierende aus zahlreichen russischen Städten sowie aus Aserbaidschan und Italien daran teil. 

Viele neue Themen wie Sportwetten, Digitalisierung im Sport und ökonomische Analyse des Fitnessmarktes mit spannenden Praxisaufgaben dazu standen u.a. auf dem Programm der Sommerschule. Eine große Bedeutung hatten zahlreiche Fachexkursionen. So wurden im Rahmen der Sommerschulen nach den Lehrveranstaltungen zahlreiche spannende Sportobjekte besichtigt:

  • Fußballstadion der WM2018 „Kazan-Arena“
  • Rudersportzentrum und Schwimmsportzentrum von Kasan
  • Eissportarena "Zilant"
  • Tennis-Akademie von Kasan
  • Turnerbund der Republik Tatarstan
  • Leistungszentren für Badminton und Gymnastik
  • die Geschäftsstelle von WorldSkills Kazan 2019
  • Red Bull Air Race
  • und viele andere

Auch am Wochenende machten die Sommerschulen keine Pause. Neben spannenden Lehreinheiten wurden Tagesexkursionen durchgeführt. Eine davor war der Besuch von Innopolis. Diese Stadt wurde erst 2012 mit starker IT-Orientierung gegründet und ist eine Sonderwirtschaftszone in Russland. Sie gilt als “Russlands Silicon Valley” und beherbergt viele moderne Sportobjekte und Sport-Startups. Bei allen Exkursionen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Fragen mit Experten diskutieren und viele Innovationen in der Praxis erleben. Auch die Sommerschulen selbst wurde von russischen Sportmanagement-Experten besucht, die lehrreiche Case Studies aus ihrer eigenen Praxis vorstellen. Zudem haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen unterhaltsamen Abend in der deutschen Backerei von Kazan verbracht. Im Rahmen eines Backkurses lernten sie hier die deutsche Esskultur in einer informellen Atmosphäre kennen.

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